RIESENSCHILDKRÖTEN

Die berühmtesten Bewohner der Galapagos Inseln sind ohne Zweifel die Riesenschildkrötenh. Von spanischen Seeleuten wurden die Inseln zuerst ‘Las Islas Galapagos’ oder auch die ‘Schildkröt-Inseln' genannt.
Im Jahre 1892 änderte Die Regierung von Ecuador offiziell den Namen in 
‘Archielago de Colon’ oder ‘Kolumbus-Archipel'. Aber Galapagos ist hängen geblieben.
Die eben geschlüpften Jungtiere wiegen weniger als 125 Gramm. Es dauert 20 Jahre, bis sie voll ausgewachsen sind. Danch wachsen sie immer noch, wenn auch langsamer. Ein voll ausgewachsenes Männchen kann sechs Fuß lang werden und über 600 Pfund wiegen. Man weiß nicht, wie lange eine Riesenschildkröte lebt, aber man glaubt mindestens 150 Jahre. Die vermutlich von Charles Darwin eingefangene Schildkröte Harriet lebt jetzt im Zoo von Australien und es ist dokumentiert, dass sie sich dort schon seit 1877 befindet. Das würde bedeuten, dass sie weit über 150 Jahre alt ist. Jede der einzelnen Arten ist auf eine spezifische Insel beschränkt und im Falle der fünf Arten von Isabella begrenzt auf einen bestimmten Vulkan.


Es gibt zwei Hauptkategorien der Riesenschildkröten von Galapagos:

Die erste hat einen abgerundeten Kuppelförmigen Panzer mit kurzen Beinen und Hals. Man findet sie gewöhnlich auf höhergelegenen Inseln wie Santa Cruz, San Salvador und San Cristobal. Sie fressen niedrig wachsende Pflanzen.

Die zweite hat einen sattelförmigen Panzer mit langen Beinen und Hals. Sie ernähren sich von Zweigen und Früchten wie die Frucht des Riesen Birnenkaktus. Man findet sie auf Inseln mit großen Trockengebieten mit wenig Vegetation wie auf Pinta und Espanola.

Es gab einmal eine Zeit, da bevölkerten 14 Unterarten die Inseln. Aber das war bevor der Mensch die Inseln betrat. Drei von ihnen sind ausgestorben. Die 11 verbliebenen variieren in der Zahl. Von den 5.000 Tieren der Alcedo-Schildkröte vom Hauptvulkan Isabella bis zu ‘Lonesome George’.
Lonesome George ist der letzte seiner Art auf Pinta. Um ihn zu beschützen lebt er im Charles Darwin Forschungszentrum. Er wurde zwar mit zwei Weibchen vom Wolf-Vulkan Isabellas zusammengebracht, aber es gab keinen Paarungsversuch.
Genforscher sind im Augenblick dabei, eine passendere Partnerin für ihn zu finden. Wenn es klappt, dann glauben die Forscher, dass wenn man die Nachkommen nach Pinta zurück bringt, sie wieder der von Darwin beschriebenen Selektion unterliegen. Es würde nicht lange dauern und die Unterart wäre wieder das, was sie einmal war.